No.3 Und beinah wäre es nichts geworden

Pasta mit Erbsen und frischem Pesto

Pasta Bolognese

Kürbistortellini

Octopuscarpaccio

 

Burrata_fast alle

 

Asche auf mein Haupt oder etwas ähnliches, denn es haben in der Zwischenzeit bereits zwei Essen stattgefunden und ich habe dazu noch nicht die Tasten meines Computers bedient. Heute nun will ich das, zumindest für unser Essen No.3, nachholen.

Man mag es kaum glauben, aber ein Restaurant reihum auszuwählen, ist eine doch recht vertrackte Angelegenheit. Sei es nun wegen der scheinbaren Unvereinbarkeit individueller Gaumengelüste oder auf ein Minimum reduzierter Öffnungszeiten oder der unpersönlichen, eigentlich sehr unhöflichen Absage zwei Stunden vor dem Schlemmertreff. So geschehen im Vorfeld von No.3. Ein wenig habe ich getobt und wollte hier ein paar Tiraden loslassen und auffordern, niemals jenes Restaurant aehm diesen Schuppen aufzusuchen. Mach ich aber nicht, denn dann bekommt es ja Raum hier und das hat diese Lokalität schlichtweg nicht verdient.

Innerhalb weniger Minuten wurde ein neues Restaurant organisiert (geht also doch, irgendwie) und so trafen wir uns im Herzen Kreuzbergs im Goldenen Hahn. 

Zuvor hatte ich ein paar Meinung ehemals dort Essender gelesen und mir waren vor allem die schlechten Kritiken im Gedächtnis geblieben. Man berichtete von unfreundlichem Personal, Ignoranz, einer fehlenden Karte und noch vielem mehr, vor allem bezüglich des Services. Das Essen wurde eher als positiv beschrieben.

Im Goldenen Hahn fand sich ein in dunklen Tönen gehaltenes Lokal mit sparsamer Einrichtung, welche mir kaum im Gedächtnis bleiben wird. Weder als besonders schön, noch als besonders beeindruckend oder unschön. Es passt, ganz einfach.

Um es gleich vorwegzunehmen, all die zahlreichen negativen Kommentare zum Service des Hauses können wir nicht bestätigen. Wir wurden von Beginn an aufmerksam bedient und das wir zu keiner Zeit eine Karte bekamen, ist kein Manko, denn wir wurden gefragt, was wir mögen, ob es Besonderheiten gebe und irgendwer, etwas nicht essen möchte. Auch der Witz auf Kosten anwesender Vegetarier, war durchweg tragbar und lud zum Schmunzeln ein.

Die Gänge, die unseren kulinarischen Abend gestalteten, waren dann sogar zum größten Teil fleischlos und ausgesprochen schmackhaft und von sehr guter Qualität.

Eingestimmt auf die folgenden Gänge wurden wir mit Burrata, einer Art Brühkäse, welcher anmutet, wie ein etwas größer ausgefallener Mozzarella. Er schmeckt etwas säuerlich, milchig und ist von der Hülle her fester und wird im Inneren ganz weich, was wohl am Frischkäsekern liegt. Köstlich.

Es folgte eine frische, solide und wohlschmeckende Pasta mit Fenchel und Karotten.

Zum nächsten Gang bekamen wir jeweils Octopus- und Rindercarpaccio serviert. Sowohl die flink geleerten Teller, als auch das verbale Lob lassen auf eine wohlschmeckende Speise verweisen.

Auf die beiden Carpaccio folgend, bekamen wir Kürbistortellini in Salbeibutter und eine Pasta mit kräftiger Bolognese serviert. Vor allem die Tortellini mit Kürbisfüllung haben es mir angetan. Was ein Gedicht. Konsistenz und Geschmack absolut zufriedenstellend und das, obwohl ich sonst eher kaum Kürbis esse. Wer also immer dies hier lesen mag und den Goldenen Hahn besucht, sollte nach diesen Tortellini fragen.

Obwohl wir zu diesen Zeitpunkt bereits gut gefüllte Mägen vorzuweisen hatten, gab es noch einen Gang _ Pasta mit Erbsen und Pesto. Auch da gab es nichts zu meckern, solide, schmackhaft, überzeugend gut.

Der kulinarische A

bend wurde durch klassische Desserts abgerundet. Wir bekamen Panna Cotta und Tiramisu.

Zu den Getränken des Abends kann ich heute nicht mehr viel schreiben. Ja, Ja ich hätte wohl mitschreiben sollen, habe ich ja auch, aber den Zettel habe ich verbummelt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, geht in den Goldenen Hahn, wenn ihr gute italienische Küche mögt, mit der italienischen Mentalität etwas anfangen könnt und etwas experimentierfreudig seid und mal die Qual der Wahl dem Chef überlassen könnt. Dann wird das ganz sicher ein toller und genussreicher Abend….UND! ESSBEFEHL: Kürbistortellini!.

Guten Hunger! J.

 

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Das zweite Essen * Restaurant Z

Ich verkünde die frohe Botschaft, wir haben es geschafft, zeitnah einen neuen Termin zu finden und waren etwa vier Wochen nach der ersten Runde im Gluegk nun im Restaurant Z in Kreuzberg. Wozu so eine Doodle Umfrage doch gut sein kann. Sie ist in zwei Minuten erstellt und verschickt.

Nachdem ursprünglich eine echte griechische Taverne erwählt worden war und sich dann herausstellte, dass die Belegschaft im Sommer über das macht, was man machen sollte, Urlaub und das am besten in der Sonne, wurde das Zitty Spezial Heft herangezogen und recht schnell, war die Alternative gefunden, denn es sollte mediterran und am besten griechisch sein.

Z steht für „Zoi“ einem Symbol für das Leben in einem französisch/algerischen Film aus dem Jahre 1969 der das Thema der griechischen Militärjunta behandelt. Die Militärs verboten damals, beinah alles was mit Lebensfreude und Kultur zu tun hatte. Lange Haare und das Tragen von Miniröcken waren verpönt, Sophokles, Euripides, Tolstoi, Beckett und Dostojewski durften nicht gelesen werden und das Gläser werfen nach Trinksprüchen war neben vielem anderen verboten worden. Als der linke Oppositionspolitiker Grigoris Lambrakis ermordet wurde, benutzten dessen Anhänger das Z, welches aus dem Altgriechischen und „er lebt“ bedeutet, als Losungswort. Die Verantwortlichen des Restaurant Z verstehen ihr Restaurant als eine Reminiszenz an die Lebensfreude und das ausgelassene Miteinander bei gutem Essen und Getränken.

Das Restaurant ist in der Friesenstrasse in der Nachbarschaft zur Marheineke Markthalle und somit in einem gut belebten Teil Kreuzbergs zu finden. Reserviert haben wir bequem über das Internet.

Betritt man das Restaurant erwarten den Besucher Ziegel- und rot gestrichene Wände, sowie eine zweckmäßige und überraschenderweise zurückhaltende Einrichtung mit Holztischen und Stühlen, sowie rot-weiß karierten Tischdecken. Zum Glück gibt es keine Statuen oder antik anmutenden Säulen und auch Musikinstrumente oder Büsten konnte ich nicht entdecken.

Das Servicepersonal ist ausreichend freundlich, etwas angestrengt und wenn man länger verweilt gibt es eine Dessertkreation des Küchenchefs oder einen ganz besonderen Ouzo. Vielleicht lag es aber auch an der mit anwesenden Person aus der Öffentlichkeit.

Wir begannen mit einer großen Vorspeisenplatte, welche keine Wünsche an die mediterrane Küchen offen ließ, wir bekamen mit Käse und Gemüse gefüllte Teigtaschen, knackiges  und gegrilltes Gemüse, Tzatziki und natürlich Dolmadakia, die gefüllten Weinblätter.

Da wir eine Fleisch und nicht Fleisch verzehrende Gruppe sind, waren wir gespannt auf die durch die Website angekündigte reichhaltige Auswahl aus beiden Lagern. Fleischlich blieb mit Lamm, Rind und Schwein und den unterschiedlichsten Zubereitungsarten kein Wunsch offen und auch für den Vegetarier wurde ausreichend gesorgt. Eine ganze Seite in der Karte offeriert eine große Auswahl. An Fischsorten gab es neben dem Viktoria Barsch nur zwei andere ebenfalls nicht sonderlich spektakuläre Meerestiere.

An unserem Tisch wurden Souvlaki – eingelegte und gegrillte Schweinefleischspieße, Gyros – Fleisch vom Drehspieß, Bifteki – Frikadellen aus Rinderhackfleisch, Lamm, Gemüsetaschen und in einem Kräuterbad eingelegter Viktoria Barsch erwählt und serviert. Das Fleisch wurde durchweg gelobt und als ausreichend gewürzt, saftig, frisch befunden und mit Beilagen, wie Ofengemüse oder Kartoffelgratin als eine große, aber überschaubare Tellermenge bewertet.

Der Fisch war leider etwas unspektakulär. Da konnte auch der Kräuterreis nicht mehr Geschmackserleben verursachen.

Alles, was an diesem Abend an Gemüse auf den Tisch kam, war in jeglicher Form und Konsistenz geschmackvoll und absolut empfehlenswert.

Die Getränkeauswahl auf der Karte orientierte sich vor allem am Mittelmeerraum, eine anständige Auswahl solider Weine und nach dem der erste Wein etwas harzig war, sollte der zweite trockene Weißwein dies vergessen machen. Letztlich war der Ouzo der Schlager des Abends und wurde wiederholt geordert.

Alles in allem war dies ein schmackhafter Abend mit griechisch mediterraner Küche und wann immer der Wunsch nach einem Essensausflug in diese Gefilde wach wird, darf man getrost einen Besuch im Restaurant Z wagen.

Die Kurzbewertung im Anschluss ergab folgendes:

Ambiente * ganz gut

Speisenauswahl * sehr gut

Getränkeangebot * ganz gut

Service * ganz gut mit Tendenz zu geht so

Weiterempfehlung * Ja

Das das Z zur Lebensfreude beiträgt, zeigt übrigens dieses Video. Weiter kommentiert werden, muss es wohl nicht. (folgt nach Bearbeitung***)

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Essen in Berlin _ Glügk Restaurant und Weinbar

Diese Galerie enthält 7 Fotos.

Vor ein paar Wochen erwarb ich eine Zeitschrift, welche sich der Thematik des Essens in der Stadt Berlin widmet. Dabei fiel mir auf, dass ich nur ein paar wenige Restaurantempfehlungen geben kann und diese seit geraumer Zeit auch nicht mehr … Weiterlesen

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